Massentierhaltung

Massentierhaltung funktioniert nur mit hohen Dosen Antibiotika
Geflügelmastanlagen halten mindestens 200.000 Legehennen. Die Tiere, die sich normalerweise in Freiheit viel bewegen, leben in brutaler Enge. Infektionen breiten sich dadurch rasend schnell aus. Ein Hähnchen wird in seinem kurzen Leben von weniger als 40 Tagen insgesamt 10 Tage lang mit Antibiotika vollgepumpt. Die meisten Tiere haben multiresistente Keime. Diese Keime geben ihre Erbinformation auch an andere Bakterienstämme  weiter. Die Bakterien geraten dann vom Tier zum Menschen als auch in die Umwelt (Boden, Grundwasser). Dadurch werden die Resistenzen auf ein noch größeres Spektrum von Bakterien verbreitet, wie bei einem Schneeballeffekt, wodurch das Ausmaß sich rasant verschlimmert.

Die Mär von weniger Antibiotika in der Massentierhaltung
Für die Tierzucht werden mehr Antibiotika verwendet als für den Menschen.
Mitteilungen, nach denen der Antibiotikaeinsatz verringert wurde, sind irreführend. Es werden von den Tierärzten zwar geringfügig weniger Tonnen Antibiotika verschrieben, dafür setzen sie nun aber hochwirksame Breitbandantibiotika ein, welche viel potenter sind bei geringerer Menge. Diese sog. Reserveantibiotika nehmen also zu, was für den Menschen katastrophale Auswirkungen hat: Problematik der Resistenzentwicklung zu Killerkeimen in noch erheblich höherem Ausmaß. Sämtliche wissenschaftliche Erkenntnisse machen die Abschaffung der Massentierhaltung dringlicher denn je!
Die WHO warnt vor einer drohenden medizinischem Katastrophe: Postantibiotische Ära: Kleine Infektionen wirken tödlich, da kein Antibiotikum mehr wirkt. Das ist die medizinische Rückkehr ins Mittelalter.

Putenfleisch zu fast 90 % belastet
Putenfleischproben 2015 in Deutschland zeigten bei etwa 9 von 10 Proben eine Belastung mit Antibiotika resistenten Keimen!

Fleischatlas / Schlachtung
2011 weltweit
58 Milliarden Hühner
1, 3 Milliarden Schweine
(Tendenz seit Jahren steigend, da bei Geflügel und Schweinen der internationale Markt weiter rasant wächst, da hier die Massentierhaltung auf engem Raum besonders gut „funktioniert“.)

2012 Deutschland
628 Millionen Hühner
58 Millionen Schweine
33 Millionen Puten
25 Millionen Enten
3 Millionen Rinder
1 Millionen Schafe
½ Millionen Gänse


STOPPT CETA und TTIP

Die brutale Massentierhaltung ist ein Milliardengeschäft: Durch CETA und TTIP kämen weitere Millionen Tonnen billiges Massenfleisch aus industrialisierter Tierhaltung auf den europäischen Markt, welcher an sich bereits übersättigt ist und in seiner jetzigen Form dringend verändert und reduziert werden muss.
Bei den geplanten Freihandelsabkommen zwischen Europa und Canada (CETA) sowie zwischen Europa und USA (TTIP) sind es vorwiegend die international einflussreichen globalen Industrieunternehmen, welche hier rücksichtslos profitieren möchten.
In der Fleischproduktion hat das dann einen noch höheren Einsatz von Antibiotika, Hormonen und Chemikalien zur Folge. Die Internationale Landwirtschafts-, Futtermittel- und Chemieindustrie versucht hier ihre Märkte auf den jeweils niedrigsten Standard der Gegenseite auszudehnen. Dies bedeutet einen fatalen Rückschritt. Dringend notwendige Standardverbesserungen würden in der Zukunft ausgehebelt, weil wegen der sog. Investorenschutzregeln große Konzerne einzelne Staaten verklagen können, „da ihr zu Recht erwarteter Gewinn nicht frustriert werden darf“.

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